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GDV täuscht Versicherte und Politik bei Riester-Rente - BdV fordert Aufhebung des Verrentungszwangs

28.04.2021

Mit der künftigen Absenkung des maximalen Garantiezinses für Lebensversicherungen auf 0,25 Prozent beerdigt die Bundesregierung die Riester-Rente. Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft GDV hält jedoch weiter hartnäckig an diesem Produkt fest. Schlimmer noch, behauptet GDV-Hauptgeschäftsführer Asmussen in der aktuellen Ausgabe des Versicherungsmonitors, dass die Absenkung des Höchstrechnungszinses für bestehende Versicherungsverträge keine Folgen habe. „Damit täuscht der GDV Versicherte und Politik. Denn egal, ob Riester-Renten, Rürup-Renten oder auch in der betrieblichen Altersvorsorge und bei privaten Verträgen müssen Millionen Versicherte mit niedrigeren Renten rechnen“, kritisiert Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des Bund der Versicherten e. V. (BdV).

Durch die Zinssenkung geht es oft auch an die garantierten Rentenfaktoren und damit an die Rentenhöhen. Denn die Versicherer haben sich bei vielen Tarifen im Kleingedruckten vorbehalten, bei solchen Zinssenkungen die garantierten Renten zu Rentenbeginn zu kürzen. Rentenverträge, die schon in der Auszahlung sind, erwartet keine Kürzung. „Solche Äußerungen, wie sie der GDV macht, sind zynisch, denn Versicherte, die auf eine Riester- oder Rürup-Rente zur Altersvorsorge gesetzt haben, sind dabei den Lebensversicherungsgesellschaften ausgeliefert und müssen jetzt Kürzungen der zukünftigen Renten hinnehmen.“

Die Versicherungslobbyisten fordern mit Blick auf den niedrigeren Garantiezins, dass die Kapitalgarantie bei Riester-Renten aufgeweicht werden soll. „Wenn jetzt die Beitragsgarantie der Riester-Rente angefasst wird, dann muss dringend auch der Verrentungszwang fallen,“ fordert Kleinlein. „Aktuell werden Riester- und Rürup-Rentensparerinnen und -Sparer entmündigt, indem sie gezwungen werden, Kundinnen und Kunden bei einer Lebensversicherung zu werden und wertschwache Renten einzukaufen“, so der Verbraucherschützer.

Dazu kommt: Ein niedrigerer Rechnungszins führt für die gleiche versicherte Leistung zu deutlich höheren Beiträgen. Und da sich die Provisionen an den Beiträgen orientieren, steigen dann auch die Provisionen für Neuabschlüsse deutlich an. „In einem Beispielfall, den wir auch dem Bundestag vorgestellt haben, geht es um eine Provisionssteigerung von 30 Prozent – bei gleicher garantierter Leistung. Deshalb brauchen wir endlich einen Provisionsdeckel“, so Kleinlein.

„Die Lebensversicherer zeigen zum Ende dieser Legislaturperiode, dass sie das Geschäft mit der Altersvorsorge nicht beherrschen. Es ist jetzt offensichtlich an der Zeit, das Thema Riester-Rente zu beenden. Das sollte endlich auch der GDV erkennen. Im Sinne und zum Wohle der Altersvorsorgesparer“, fordert Kleinlein.

PRESSEKONTAKT

Bianca Boss
Bund der Versicherten e. V.
Tel. +49 40 - 357 37 30 97
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