Solvenztest bestanden: Welche Lebensversicherer sich noch ...

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Solvenztest bestanden: Welche Lebensversicherer sich noch Garantien leisten können

24.04.2019

• Policen Direkt analysiert die dritte Auflage der Solvenzberichte: Im Schnitt verbessern sich die Solvenzquoten der 84 Lebensversicherer um 9,57 Prozent. • Kein einheitliches Bild bei Betrachtung ohne Bilanzierungshilfen: 12 Unternehmen weiter in enger Manndeckung der BaFin (Nettoquote unter 100). 36 dagegen in der Lage, (weiter) klassische Garantien zu geben. • Chefaktuar Kühl: „Zur Beurteilung der Qualität und Entwicklung der individuellen Altersvorsorge braucht es zusätzliche Angaben.“

Mit der dritten Auflage der Solvenzberichte haben sich die für die Aufsicht relevanten Solvenzquoten der 84 untersuchten deutschen Lebensversicherer im Schnitt um 9,57 Prozent verbessert. 12 Gesellschaften befinden sich weiter in enger Manndeckung der Versicherungsaufsicht BaFin (2017: 11). Besonders finanzstarke Versicherer weisen stabile Quoten auch ohne Bilanzierungshilfen aus.

„Die Versicherer haben den erneuten Solvenztest bestanden. Die stabilen Zinsen von 2018 und sicher auch die Neuregelung der Zinszusatzreserven spiegeln sich in der Verbesserung der Quoten wider, genau wie das Neugeschäft, das sich mehr und mehr von klassischen Garantien verabschiedet“, erklärt Policen Direkt Chefaktuar Henning Kühl.

Einmal im Jahr müssen Lebensversicherer der Öffemtlichkeit Auskunft darüber geben, wie es um die Garantien ihrer Kunden bestellt ist. Die Solvenzquoten und die Solvenzberichte geben hier deutliche Hinweise auf die Stabilität und Krisenfestigkeit eines Lebensversicherers. Sie sollen der Öffentlichkeit Anhaltspunkte vermitteln, wie Gesellschaften gewappnet sind gegen Extremszenarien wie Börsencrashs, Niedrigzinsen oder Massenstorno.

Schlechtere Quoten ohne Bilanzierungshilfen

Sämtliche Versicherer zeigen aktuell stabile Quoten, 66 von 84 nehmen dafür von der Versicherungsaufsicht BaFin genehmigte Bilanzierungshilfen in Anspruch. 12 davon hätten ohne diese Hilfen den Schwellenwert von 100 nicht erreicht. Das ist eine Gesellschaft mehr als noch im Vorjahr.
Die MCR-Quote bezieht sich auf die Anforderungen im Normalbetrieb und damit die aktuellen Verpflichtungen gegenüber ihren Kunden. Diese können nur 4 Lebensversicherer nicht ohne Bilanzierungshilfen erfüllen, genauso viele wie 2017.

Die wichtigsten Zahlen in Kürze:
•    Aufsichtsrelevante Brutto-Quote: 493,23% (2017: 450,20%:)
•    Netto-Quote 273,67% (273,24%)
•    MCR-Quote 704,47% (730,52%)
•    12 Versicherer mit Netto-Quote < 100 (2017: 11)
•    4 Versicherer mit MCR-Quote < 100 (2017: 4)
•    26 Versicherer haben sich bei der aufsichtsrelevanten Quote im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert, 58 verbessert.
•    Wirkung der Bilanzierungshilfen = +80,22% (2017: 64,76%)
•    Solvenzberichte sind im Schnitt 91 Seiten stark (von 40 bis 163 Seiten)
•    Kein Versicherer bei der Netto-Quote = 0 (2017: 0)
•    Kein Versicherer mit Minimum-Quote = 0 (2017: 0)

Details unter solvenzquoten.de

Korridor-Analyse bei der Nettoquote: 36 Unternehmen haben große Spielräume

Besonders finanzstarke Versicherer weisen stabile Quoten auch ohne Bilanzierungshilfen aus. „Ein genauer Blick auf die Entwicklung zeigt deutliche Unterschiede bei den Lebensversicherungen auf“, erklärt Kühl. Erstmals hat er für die Untersuchung Versicherer in verschiedene Korridore eingeteilt und daraus entsprechende Schlüsse gezogen. Aus den Nettoquoten leitet er ab, welches Unternehmen sich auch im Neugeschäft Garantien leisten kann und welches bei der Produktentwicklung tendenziell eher kleinere Spielräume hat.

 

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