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16. 04. 2014 - Sinkende Prämien und geringerer Zuwachs bei Krankenzusatzpolicen

Die Zahl gesetzlicher Kassenmitglieder mit zusätzlicher privater Absicherung für den Krankheitsfall hat sich in den Jahren 2000 bis 2012 verdoppelt. Im Vergleich zum Jahr 1997 wuchs sie sogar um über 80& und liegt jetzt bei etwa 13 Millionen. Jedoch war die größte Steigerung nach diversen Einschnitten im Leistungskatalog der GKV zwischen 2004 und 2010 zu verzeichnen. Seither wächst die Zahl der Zusatzversicherten nur noch marginal, was auch erste Ergebnisse von Anbietern für das Geschäftsjahr 2013 bestätigen.Somit verfügen inzwischen mehr als 13 Millionen Kassenpatienten über mindestens eine private Zusatzversicherung. Das entspricht gut jedem fünften GKV-Mitglied ab dem Alter von 17 Jahren. Viele besitzen mehrere Policen, denn insgesamt bestanden im Jahr 2012 nach Angaben des PKV-Verbandes über 23 Millionen Verträge.Gleichzeitig ist jedoch der monatliche Durchschnittsbeitrag gesunken: Während Versicherte zur Jahrtausendwende noch 55 Euro zahlten, brachten sie im Jahr 2012 nur noch 34 Euro im Monat für ihren Zusatzschutz auf. Dass heute Zahnpolicen anstellte von relativ beitragsintensiven Verträgen für die Krankenhausbehandlung die am stärksten verbreitete Versicherungsart bilden, kann als Hauptgrund für die gesunkenen Prämien angesehen werden.Welche Versicherten sich für einen privaten Zusatzschutz entscheiden und warum, hat das Sozio-ökonomische Panel (SOEP) in einer repräsentativen Wiederholungsbefragung privater Haushalte untersucht und die Ergebnisse kürzlich veröffentlicht: Am häufigsten abgeschlossen wurden demnach mit knapp 17% der erwachsenen Kassenmitglieder Zusatzversicherungen für Zahnersatz. Etwa 11% haben einen Vertrag für Aufenthalte im Krankenhaus. Knapp 9% sichern den Bereich der Heil- und Hilfsmittel, also zum Beispiel Sehhilfen, privat ab.Frauen und Menschen mittleren Alters (40 bis 59 Jahre) bilden die beiden Gruppen, die sich am ehesten für einen Zusatzvertrag entscheiden. Das SOEP fand weiterhin heraus, dass bei dreimal so vielen Personen mit beendetem Studium eine Krankenzusatzpolice besteht wie bei denjenigen ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Das Einkommen beeinflusst den Vertragsschluss noch deutlicher, denn je höher es ausfällt, desto eher ist auch ein solcher Vertrag vorhanden. In Haushalten mit einem Gesamteinkommen über 5.000 Euro netto monatlich hat mehr als ein Drittel eine Krankenzusatzversicherung.Auf den ersten Blick überraschend erscheint, dass GKV-Mitglieder eher eine Zusatzpolice besitzen, je zufriedener sie sich zu ihren Kassenleistungen äußerten. Das lässt vermuten, dass Menschen mit höherem Bildungsgrad und Einkommen die GKV-Absicherung insgesamt als gut einschätzen. Gleichzeitig dürften sie sich aber mit den Lücken eher auseinandergesetzt haben als andere Personengruppen, und sie verfügen auch über die finanziellen Mittel, um diese zu schließen.Im Jahr 2012 hatten DKV (2.615 Millionen), Debeka (1.461 Millionen), Allianz (1.287 Millionen) und Ergo Direkt (1.283 Millionen) die meisten krankenzusatzversicherten Personen im Bestand. Daneben kam die HanseMerkur speziale mit ihrem Brillentarif auf 5.206 Millionen versicherte Personen.Text: Stefanie Steible

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