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05. 08. 2013 - Versicherte für mehr Transparenz im Umgang mit Beiträgen

(ac) Für zwei Drittel der GKV-Versicherten ist der Gesundheitsfonds eine große Unbekannte – so lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Siemens-Betriebskrankenkasse SBK. Mehr als 84% der Versicherten fordern jedoch, dass die Verteilung der Beiträge nachvollziehbarer gestaltet wird – und zwar nicht nur für Krankenkassen.Einheitlicher Beitragssatz und Gesundheitsfonds meist unbekanntSeit 2009 gilt für alle gesetzlich Versicherten ein einheitlicher Beitragssatz für die Krankenversicherung. Lediglich die Hälfte der Befragten ist sich dessen bewusst. Knapp jeder Vierte geht hingegen davon aus, dass sich die Beitragssätze der Kassen unterscheiden, 27% sind sich bei der Beitragsgestaltung unsicher.Auch der Gesundheitsfonds, immerhin für die Verteilung von fast 200 Mrd. Euro jährlich verantwortlich, ist für die Mehrzahl der gesetzlich Versicherten eine große Unbekannte: Knapp ein Drittel geht davon aus, dass die eigene Krankenkasse auch die eigenen Beiträge verwaltet. Knapp 43% geben zu, dass sie nicht wissen, wie ihre Beiträge verwaltet werden. 44% der Befragten würden es jedoch bevorzugen, wenn jede Krankenkasse selbst entscheiden kann, wie sie mit den Beitragseinnahmen umgeht.„Das Ergebnis der Umfrage zeigt, dass viele unserer Versicherten den Mechanismus des Gesundheitsfonds zwar nicht kennen und nicht wissen, was mit ihren Beiträgen geschieht. Sie vertrauen jedoch darauf, dass der Prozess der Beitragsverwaltung und -verteilung kontrolliert und nachvollziehbar abläuft“, sagt Dr. Hans Unterhuber, Vorstandsvorsitzender der SBK. „Umso erschreckender ist es, dass dies keineswegs so ist: Die Verwaltung der Beitragsgelder liegt in der Hand einiger weniger Experten, ist ohne ausreichende parlamentarische Kontrolle und wird nicht völlig offengelegt.“Transparenz gefordertDie meisten Befragten wünschen sich deshalb mehr Transparenz im Umgang mit den Versichertengeldern: Mehr als 84% sind der Überzeugung, der Prozess der Geldverteilung an die Krankenkassen sollte kontrollierbarer sein. 62% der Teilnehmer fordern diese Nachvollziehbarkeit nicht nur für die Kassen selbst, sondern auch für die interessierte Öffentlichkeit. 47% finden zudem, der Bundestag müsste in jedem Fall ein Kontrollrecht haben. Die Forderung nach mehr Offenheit trifft übrigens auch die Krankenkassen selbst: Fast 86% der Versicherten sprechen sich für regelmäßige Finanzberichte der gesetzlichen Kassen aus.

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