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Umfrage der ADAC Versicherung: Viele Urlauber finanziell nicht vorbereitet auf medizinische Notfälle
12 Prozent der Urlauber haben nur 100 Euro für einen Arztbesuch übrig / 16 Prozent der Befragten reisen ohne Versicherungsschutz / Versicherung vermittelt Ärzte und bezahlt Behandlung direkt
Die ADAC Versicherung warnt vor dem Start der Sommerferien-Saison vor finanziellen Risiken bei Krankheit im Urlaub. Der Grund: Viele Urlauber unterschätzen die Kosten, die anfallen können, um einen unerwarteten medizinischen Notfall im Ausland kurzfristig zu bezahlen. Das zeigt eine aktuelle Onlinebefragung* unter 2.090 Auslandsurlaubern.
12 Prozent haben nur 100 Euro für einen Arztbesuch übrig
Die Umfrage zeigt: Ein erheblicher Teil der Reisenden könnte unerwartete Behandlungskosten im Urlaub kaum stemmen. Jeder Achte gibt an, im Notfall höchstens 100 Euro kurzfristig für eine medizinische Behandlung im Ausland aufbringen zu können. Bei den 18- bis 39-Jährigen sind es 17 Prozent. Überraschend vor diesem Hintergrund: Gleichzeitig wissen fast drei Viertel der Befragten, dass ausländische Ärztinnen und Ärzte in der Regel Vorkasse verlangen.
„Wer im Ausland krank wird, muss oft mehrere hundert oder tausend Euro für einfachste Behandlungen sofort bar oder per Kreditkarte bezahlen. Viele stehen damit vor einem echten finanziellen Problem. Unsere Umfrage zeigt, dass diese Risiken beim Krankenschutz vielen gar nicht bekannt sind,“ sagt Marc Kottmann, Schadenvorstand bei der ADAC Versicherung.
Arztbesuche in touristischen Regionen, etwa bei Hotelärzten oder in Privatkliniken, können ein Vielfaches der in Deutschland üblichen Sätze kosten. So ist es keine Seltenheit, dass für eine einfache Magen-Darm-Behandlung über 1.000 Euro fällig werden – in Extremfällen sogar über 3.000 Euro, wie es Ägypten-Urlauber erlebt haben. Für solche Fälle wären selbst die 34 Prozent der Befragten, die bis zu 1.000 Euro für einen medizinischen Notfall als Rücklage haben, finanziell nicht ausreichend vorbereitet.
16 Prozent haben keinen Auslandskrankenschutz
Nach der ADAC Umfrage** besitzt nur etwa die Hälfte der Befragten eine eigenständige Auslandskrankenversicherung. Weitere 19 Prozent verlassen sich auf den Schutz über einen Automobilclub, wie beispielsweise die ADAC Premium-Mitgliedschaft, in der ein Auslandskrankenschutz enthalten ist. Alarmierend: rund 16 Prozent geben an, gar keinen zusätzlichen Schutz zu haben. Viele verlassen sich ausschließlich auf die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) der gesetzlichen Versicherung.
Die EHIC greift jedoch nur bei öffentlichen Vertragsärzten und -kliniken in Europa und übernimmt dort in der Regel nur die Kosten in Höhe der lokalen Kassenleistung. Bei Behandlungen in Privatkliniken oder bei Hotelärzten – also genau den Anlaufstellen, an die Urlauber häufig verwiesen werden – bleiben Patientinnen und Patienten meist auf hohen Rechnungen sitzen oder bekommen von der Kasse nur einen Teil erstattet.
67 Prozent haben Arztrechnungen zunächst selbst bezahlt
Auswertungen des ADAC und zahlreiche Erfahrungsberichte zeigen, dass gerade Hotelärzte und private Touristen-Kliniken oft mit intransparenten und überzogenen Honoraren arbeiten. Viele Betroffene akzeptieren aus Angst oder Unwissenheit die hohen Rechnungen, zahlen sofort und hoffen anschließend auf Erstattung.
So haben 67 Prozent der Befragten bereits eine Arztrechnung im Urlaub zunächst selbst bezahlt. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) derjenigen, die die Rechnung bei ihrer Versicherung eingereicht haben, empfand das Verfahren als unkompliziert, die Bearbeitungszeit als angemessen (50 Prozent) und die Erstattung als verständlich (52 Prozent).
28 Prozent der Befragten wählten einen anderen Weg und mussten die Rechnung vor Ort nicht selbst bezahlen.
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