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Über 1,5 Milliarden Euro für Maklerbestände: Fast jeder zweite Bestandskäufer sucht kleine Bestände
Kauf- und Investitionsinteressenten haben in der Nachfolger- und Investorendatenbank des Resultate Instituts ein Investitionsbudget von zusammen über 1,5 Milliarden Euro angemeldet. Das zeigt eine Auswertung zum Stichtag 19. Oktober 2026 der zum Sommer 2026 neu entwickelten Datenbank. Eine amtliche Statistik darüber, wie viel Kapital für die Übernahme von Maklerbeständen und Maklerunternehmen tatsächlich bereitsteht, gibt es nicht. Die Datenbank des Resultate Instituts liefert aber zumindest dafür einen Anhaltspunkt aus dem Markt selbst.
In der Nachfolger- und Investorendatenbank können sich Personen und Unternehmen registrieren, die ein Maklerunternehmen oder einen Maklerbestand erwerben wollen. Die Registrierung ist kostenlos, ebenso die Einsicht in die Unternehmens- und Bestandsprofile innerhalb der Datenbank. Ein erfolgsabhängiges Honorar wird nur bei erfolgreicher Vermittlung fällig.
Besonders kleine Bestände gefragt
Das große Volumen täuscht leicht darüber hinweg, wer tatsächlich kauft. Fast jeder zweite Interessent (49 Prozent) sucht Bestände mit einem Budget bis 250.000 Euro, vier von fünf bewegen sich bis 1 Million Euro. Nur 5,6 Prozent geben ein Budget von über 10 Millionen Euro an.
Andreas Grimm, Geschäftsführer und Mitbegründer des Resultate Instituts: „Wer einen typischen Maklerbestand abgeben möchte, muss nicht nach Private-Equity-Investoren oder einem finanzstarken Konzern als Käufer suchen. Die meisten Interessenten sind selbst Makler, die einen Bestand in überschaubarer Größe suchen. Für diese Bestände ist die Nachfrage am breitesten.“ Er schränkt allerdings ein, dass gerade Kleinbestände bei der Übertragung eine gewisse Herausforderung darstellen können, wenn es um die Fragen von Übertragbarkeit und Datenqualität geht.
Bestand oder ganze Gesellschaft: Die meisten Käufer nehmen beides, nur die kleinen sind wählerisch
Ob ein Makler seinen Bestand verkauft oder seine ganze Maklergesellschaft, spielt für die meisten Käufer ab einer gewissen Größe keine Rolle mehr. Ab einem Budget von 250.000 Euro sind mehr als neun von zehn Interessenten bereit, auch eine ganze Gesellschaft zu übernehmen. Bei Budgets bis 100.000 Euro ist es nur jeder vierte.
„Für Inhaber kleiner Gesellschaften kann es sich deshalb lohnen, vor dem Verkauf zu prüfen, ob der reine Bestandsverkauf der passendere Weg ist“, rät Thomas Öchsner, Gesellschafter und Geschäftsführer des Resultate Instituts.
Gesucht: Sach und Gewerbe. Schwierig: Vermögensverwaltung und alternative Investments
Bei den Sparten zeigt sich ein klares Bild. Am häufigsten gesucht werden Sachversicherungen (83,6 Prozent der Interessenten), gewerbliche Versicherungen (66,6 Prozent), Personenversicherungen (58,9 Prozent), Krankenversicherungen (55,5 Prozent) und Altersvorsorge (52,9 Prozent).
Am häufigsten ausgeschlossen werden Kontokorrent (42,4 Prozent), alternative Investmentprodukte (36,0 Prozent), Vermögensverwaltung (31,2 Prozent), Industrieversicherungen (28,2 Prozent) und standardisierte Vermögensverwaltung (24,4 Prozent). Bei der Vermögensverwaltung schließen mehr Interessenten diese Sparte aus, als sie gezielt suchen.
Dazu urteilt Thomas Öchsner: „Ein Bestand, den viele Käufer ausschließen, ist nicht wertlos. Aber der Kreis der passenden Käufer ist kleiner, und das wirkt sich auf Preis und Dauer der Suche aus. Wer das früh berücksichtigt, kann seinen Verkauf entsprechend planen.“
Die Nachfrage ist regional ungleich verteilt
Gut jeder fünfte Interessent (21 Prozent) sucht bundesweit, die übrigen in bestimmten Regionen. Zusammengenommen interessieren sich für Bestände in den PLZ-Gebieten 5, 7, 8 und 9 jeweils 42 bis 43 Prozent der Käufer. Im PLZ-Gebiet 0 (Sachsen, Thüringen und angrenzende Regionen) sind es dagegen nur 28 Prozent. Kleinere Käufer suchen dabei überwiegend in ihrer Region, große Investoren eher bundesweit.
Die potenzielle Nachfrage für den eigenen Bestand direkt abschätzen
Abgabewillige Makler treibt oft die Sorge um, ob sie den eigenen Maklerbestand überhaupt irgendwann verkaufen können. Dieser Sorge will das Resultate Institut entgegenwirken. Es hat seinen Bestandswertrechner mit der Nachfolger- und Investorendatenbank verbunden. „Dadurch können verkaufswillige Makler nicht nur ihren Bestand indikativ online bewerten, sie erfahren auch direkt, wie viele Interessentenprofile sich für den eigenen Maklerbestand interessieren dürften. Zumindest, wenn der Bestand gewisse Mindestanforderungen erfüllt“, erläutert Andreas Grimm.
Mehr Informationen
Verkaufswillige Makler bewerten ihren Bestand mit dem Bestandswertrechner unter www.resultate-institut.de/maklerbestand-bewerten/ und verzweigen von dort in die Planungs- und Analysetools.
Auf der DKM 2026
Das Resultate Institut stellt die Auswertung auf der DKM in Dortmund vor (27. und 28. Oktober 2026, Halle 3, Stand E14). Am Mittwoch, 28. Oktober, findet von 9:30 bis 15:20 Uhr im Raum Brügge der vom Resultate Institut organisierte Kongress „Bestand und Nachfolge“ statt.
Zur Methode der Auswertung
Grundlage sind die aktiven Einträge der Nachfolger- und Investorendatenbank des Resultate Instituts zum Stichtag 19. Oktober 2026. Die Angaben zu Budget, Sparten und Regionen beruhen auf der Selbstauskunft der registrierten Interessenten und sind nicht geprüft. Das Investitionsbudget wird in Klassen erfasst und für das Gesamtvolumen rechnerisch zusammengeführt. Bei Sparten und Regionen waren Mehrfachangaben möglich. Die Werte zeigen erklärte Kaufbereitschaft, kein abgeschlossenes Transaktionsvolumen.
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