Für die Schaltung Ihrer Stellenanzeige über vier Wochen - zusätzlich mit fünf Veröffentlichungen im Newsletter - berechnen wir nur 300,- €. Flatrate-Angebote für alle Stellenangebote aus Ihrem Hause über 12 Monate auf Anfrage. Kontakt über: stellenmarkt@assekuranz-info-portal.de
Rating Private Krankenvollversicherung 2026: Jeder elfte Tarif ist hervorragend
9,3 Prozent der bewerteten Tarife erreichen 2026 die Höchstnote FFF+ hervorragend. Das zeigt das aktuelle Rating Private Krankenvollversicherung von Franke und Bornberg. 799 Tarife von 31 Versicherern bilden den Notenspiegel. Franke und Bornberg hat einige Anforderungen justiert. Zugleich gewichtet Franke und Bornberg die wirtschaftliche Stabilität der Versicherer stärker und bezieht erstmals deren Nachhaltigkeitsengagement in die Bewertung ein.
Das ist neu im Rating Private Krankenvollversicherung 2026
Franke und Bornberg hat das Verfahren in vier Punkten weiterentwickelt:
- Stabilität und Nachhaltigkeit. Bereits seit dem letzten Update fließen Ergebnisse aus dem map-report in das Rating ein: finanzielle Stärke, langfristige Beitragsentwicklung sowie Unterstützung und Services für Kunden. Diese Faktoren erhalten nun mehr Gewicht: Statt bisher 600 bringen sie bis zu 1.000 von 21.425 Punkten. Neu hinzu kommt der Nachhaltigkeits-Score von Franke und Bornberg mit bis zu 500 Punkten.
- Beschaffungsmanagement bei Hilfsmitteln. Steuerungsinstrumente bewertet Franke und Bornberg angesichts steigender Gesundheitskosten nicht mehr per se negativ. Für die Höchstnote FFF+ genügt künftig eine Erstattung von 100 Prozent für Hilfsmittel, auch wenn der Versicherer dabei ein Beschaffungsmanagement vorschreibt.
- Transportkosten. Tarife ohne Leistungsanspruch auf Transportkosten zu ambulanten Therapien wie Dialyse oder Strahlentherapie erhalten höchstens die Note F+ ausreichend.
- Palliativ- und Hospizversorgung. Neu im Kriterienkatalog sind die ambulante Palliativmedizin und stationäre Hospizdienste. Zusammen fließen sie mit bis zu 200 Punkten ein.
Ratingergebnisse Private Krankenvollversicherung 2026: Notenspiegel und Spitzengruppe
74 von 799 Tarifen erreichen die Höchstnote FFF+ hervorragend. Das sind 9,3 Prozent nach rund acht Prozent im Vorjahr. 23,2 Prozent der Tarife erhalten die Note FFF sehr gut. Fast jeder zweite Tarif (46,0 Prozent) kommt über die Note FF befriedigend nicht hinaus.
23 Tarife und damit 2,9 Prozent erhalten nur noch die Note F+ ausreichend. Alle 23 scheitern am Mindeststandard für Transportkosten zu ambulanten Therapien.
Die 799 Tarife im Notenspiegel sind eine Auswahl aus über 1.400 Tarifkombinationen, die Franke und Bornberg insgesamt untersucht. Tarife für spezielle Zielgruppen wie Ärzte sind mangels Vergleichbarkeit im Notenspiegel nicht enthalten.
14 von 31 Versicherern bieten mindestens einen Tarif mit der Note FFF+ hervorragend an. Im Vorjahr waren es zehn von 30 Versicherern.
Methodik des Ratings Private Krankenvollversicherung 2026
Franke und Bornberg bewertet die Tarife in 20 Untersuchungsbereichen mit 112 Detailkriterien. Maximal sind 21.425 Punkte erreichbar. Die Höchstnote FFF+ setzt mindestens 85 Prozent der Punkte voraus.
Zusätzlich muss jeder Tarif Mindeststandards erfüllen. Für FFF+ gehören dazu unter anderem weltweiter Versicherungsschutz, freie Arztwahl, Erstattung über die Höchstsätze der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ohne vorherige Genehmigung, volle Kostenübernahme im Ein- und Zweibettzimmer sowie mindestens 50 Sitzungen ambulante Psychotherapie pro Jahr. Wer einen Mindeststandard verfehlt, wird unabhängig von der Punktzahl herabgestuft.
Grundlage der Bewertung sind ausschließlich rechtsverbindliche Unterlagen wie Versicherungsbedingungen und Geschäftsberichte. Selbstauskünfte der Versicherer bleiben unberücksichtigt. Mit den Kennzahlen aus dem map-report und dem Nachhaltigkeits-Score verknüpft das Rating die Produktbedingungen mit Stabilität, langfristiger Beitragsentwicklung und Nachhaltigkeit.
Markt und Tarifentwicklung in der Privaten Krankenvollversicherung 2026
Die Kosten im Gesundheitswesen setzen die Versicherer unter Druck. Die Ausgaben in der privaten Krankenversicherung (ohne Pflegeversicherung) stiegen 2025 um 6,9 Prozent auf 39,0 Mrd. €, so der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) im Februar 2026 (PKV-Verband). Ende 2025 waren laut PKV-Verband 8,79 Millionen Menschen privat vollversichert, 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Der Zugang für Angestellte wird enger. Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts vom 07.10.2026 steigt die Versicherungspflichtgrenze 2027 auf 84.150 Euro. Das sind 8,7 Prozent mehr als 2026. Darin enthalten ist eine außerordentliche Erhöhung um 3.600 Euro, die der Gesetzgeber mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen hat. Der Bundesrat muss der Verordnung noch zustimmen.
Einen klaren Trend in der Tarifentwicklung sieht Franke und Bornberg derzeit nicht. Wenn neue Tarife auf den Markt kommen, dann vor allem im Hochleistungssegment. Mehr Bewegung zeigt sich bei den Angeboten für Beamte.
Einschätzung von Franke und Bornberg zur Privaten Krankenvollversicherung 2026
„Steigende Gesundheitskosten treffen am Ende alle Versicherten. Statt Leistungen zu kürzen, liegt die Zukunft im Leistungsmanagement. Wer Leistungen klug steuert, ohne sie grundsätzlich zu kürzen, hält den Schutz bezahlbar“, sagt Michael Franke, Gründer und Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH.
Bei den Transportkosten zieht Franke und Bornberg dagegen eine klare Grenze. „Wer zur Dialyse oder Strahlentherapie muss, ist oft mehrmals pro Woche auf Fahrten angewiesen. Ein Tarif, der diese Kosten nicht übernimmt, lässt Versicherte in einer existenziellen Lage allein“, erklärt Christian Monke, Leiter Ratings Gesundheit und Private Risiken bei Franke und Bornberg.
Fazit und Ausblick zum Rating Private Krankenvollversicherung 2026
Die Höchstnote bleibt laut Franke und Bornberg weiterhin die Ausnahme: Nur 9,3 Prozent der Tarife erreichen FFF+. Wer eine Private Krankenvollversicherung abschließt, bindet sich oft für Jahrzehnte. Neben dem Beitrag zählen deshalb Lücken bei Transportkosten, Hilfsmitteln und Palliativversorgung sowie die Stabilität des Versicherers.
Die Bewertungsrichtlinie sowie alle Ergebnisse auf Tarifebene stellt Franke und Bornberg kostenlos auf der Website bereit. Die Aktualisierung des Ratings zur Krankenversicherung für Beamte folgt in Kürze.
Kommentare
Einen Kommentar schreiben