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Neuer Vergleich zur betrieblichen Inhaltsversicherung
Inhaltsversicherungen im aktuellen Vergleich. Neue Bedingungen erobern die Spitze der Rangliste. Die Hälfte der Top-Bedingungen ist aus den letzten drei Jahren. Die Leistungsunterschiede zu älteren Tarifen sind erheblich.
Der aktuelle Vergleich bestätigt den Zusammenhang zwischen dem Alter der Bedingungen und dem Deckungsumfang. Die Klauseln zur Nachhaltigkeit bleiben ohne weiteren Fortschritt. Erhebliche Leistungsunterschiede verdeutlichen wir anhand der Beispiele Auslandsschutz, Schutz für Home Office und Diebstahl von Fahrrädern.
Die Bedingungsdatenbank von eXulting umfasst zur Inhaltsversicherung mittlerweile Bedingungen von 2007 bis 2026. Das ermöglicht nicht nur den Vergleich aktueller Tarife, sondern auch die Ableitung langfristiger Trends.
Der aktuelle Vergleich umfasst 336 Tarife von 38 Versicherern. Nur ein Drittel erhält 5 Sterne für einen exzellenten Versicherungsschutz. Der aktuelle Vergleich bestätigt den Zusammenhang zwischen dem Alter der Bedingungen und dem Deckungsumfang und somit der Punktzahl. Unter den 25 besten Tarifen sind nur Bedingungen der letzten 5 Jahre, die Hälfte stammt aus den Jahren 2024 bis 2026. Sogar unter diesen Top 25 reicht die Spanne der Punkte von 583 bis 309 Punkte. D. h., ältere Bedingungen können gravierende Deckungslücken haben.
Ausschlaggebend für die Bewertung ist der Umfang des Versicherungsschutzes in den Standardbedingungen. Bewertet wird unter anderem, ob eine Leistung versichert ist, welche Summenbegrenzungen, Selbstbeteiligungen oder Leistungseinschränkungen bestehen und ob auch innovative Deckungserweiterungen angeboten werden.
Die besten fünf Tarife sind hier abgebildet. Weitere Details stellen wir den Kunden unseres Portals X:Select zur Verfügung.
Neben der Rangliste sind auch die nachfolgenden Erkenntnisse aus dem Rating zu Entwicklungen und Leistungsunterschieden wichtig.
Klauseln zur Nachhaltigkeit sind inzwischen Standard – die Entwicklung stagniert jedoch
Fast alle jüngeren Deckungen enthalten Klauseln zur Nachhaltigkeit. Meist werden zusätzliche Kosten gedeckt, z. B. wenn nach einem Schadenfall effizienteres Gerät angeschafft wird oder Vorsorge getroffen wird. Das Thema Nachhaltigkeit hat sich zwar gefestigt, wird aber aktuell in den Bedingungen nicht ausgebaut. Es gibt keine neuen Klauseln, die über den bekannten Rahmen hinausgehen und keine signifikante Erhöhung bisheriger Summenbegrenzungen.
Eine mögliche Erklärung für die fehlende Dynamik in der Produktentwicklung könnte sein, dass Nachhaltigkeit auch in Gesellschaft und Politik nicht mehr vorrangiges Thema ist. Ein Ausbau der Deckung hängt natürlich ab von der Nachfrage und der Zahlungsbereitschaft der Kunden.
Garantien zum Leistungsniveau sind inzwischen verbreitet
Garantieklauseln haben sich in den letzten Jahren so verbreitet, dass sie heute Standard sind. Die Garantien sollen z.B. Leistungsunterschiede zum Vorversicherer, zum Bedingungsupdate oder sogar zu Marktinnovationen ausgleichen. Diese Garantien finden wir wertvoll. Ältere Deckungen bieten derartige Garantien selten.
Auslandsdeckungen mit erheblichen Leistungsunterschieden
Angesichts der Internationalisierung haben auch mittelständische Unternehmen Niederlassungen für Produktion oder Vertrieb im Ausland, auch außerhalb der EU. Alte Deckungen bieten Schutz für Schäden im Ausland typischerweise nur für die EU, mitunter auch noch für direkte Anrainerstaaten. Moderner Deckungsschutz umfasst zumindest das geographische Europa oder sogar eine weltweite Deckung. Eine weltweite Deckung bieten beispielsweise AXA, BGV, Helvetia, HDI, Nürnberger, RhionDigital, VHV, Württembergische. Allerdings sind die Versicherungssummen hierfür vielfach nur niedrig. Makler müssen beim Platzieren beachten, dass sie nicht nur die Auslandsstandorte melden, sondern auch prüfen, ob die erforderlichen Versicherungssummen die Standarddeckung überschreiten. Zudem werden Auslandsdeckungen mitunter nur subsidiär angeboten. Erkennbar ist dies nicht bei einem schnellen Vergleich von Pauschaldeklarationen, sondern nur bei aufmerksamer Prüfung der Bedingungen.
Sehr unterschiedlicher Schutz für Heimarbeit
Nicht alle Versicherer haben gesondert deklarierten Schutz für Heimarbeit, manche nicht einmal eine Klarstellung zu diesem Risiko. Teilweise verweisen die Bedingungen nur pauschal auf die „Abhängige Außenversicherung“. Dann könnte aber eine zeitliche Begrenzung greifen, die bei Heimarbeitsplätzen nicht angemessen ist. Entschädigungsgrenzen für Heimarbeitsplätze liegen verbreitet zwischen 5.000 EUR und 20.000 EUR je Versicherungsfall, höhere Summen sind Ausnahmen. Problematisch ist eine auf Deutschland beschränkte Deckung, wenn der Versicherungsnehmer seinen Mitarbeitern erlaubt, auch im Ausland zu arbeiten. Aufmerksamkeit erfordert auch, welches Objekt gemäß den Bedingungen versichert ist. Sind dies „vorübergehend im Home Office befindliche Sachen“, „die Gebrauchsgegenstände der Betriebsangehörigen“, ein „Büroarbeitsplatz“, ein „vom Arbeitgeber ausgestatteter Arbeitsplatz zu Hause“ oder pauschal ein „mobiler Arbeitsplatz“?
Aus der Klausel „Diebstahl von Geschäftsfahrrädern“ wird ein Schutz für viele Fahrzeuge
Die ursprünglich nur auf den Diebstahl von Geschäftsfahrrädern ausgerichtete Klausel wird zunehmend auf weitere Fahrzeuge erweitert. E-Bikes und Pedelecs gehören inzwischen zum Standard. Erweiterungen gibt es um spezielle Fahrräder, Fahrradanhänger,
Scooter, sogar um Roll- und Krankenfahrstühle. Die Produktentwicklung reagiert damit auf Veränderungen in der Mobilität. Wenn Beschäftigte Fahrräder und andere alternative Verkehrsmittel zunehmend nutzen, muss sich auch der Versicherungsschutz an diese Entwicklung anpassen.
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