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Cyber-Rating Privat 2026: Nur ein Tarif erreicht die Bestnote FFF+
Das aktuelle Cyber-Rating Privat 2026 von Franke und Bornberg zeigt: Unter 20 geprüften Tarifen erreicht nur einer die Topnote FFF+ hervorragend. Zugleich hat Franke und Bornberg die Kriteriengewichtung im Rating angepasst.
Elf Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland wurden 2025 Opfer einer Straftat im Internet. Das zeigt der Cybersicherheitsmonitor 2026 des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vom 11. Mai 2026. Betrug beim Onlineshopping ist mit 22 Prozent der meistgenannte Cybervorfall des Jahres, gefolgt von Datenverlust und Betrug beim Onlinebanking. Trotz dieser Zahlen bleibt das Angebot an eigenständigen privaten CyberVersicherungen klein: Franke und Bornberg hat für das aktuelle Cyber-Rating Privat 20 Tarife von 13 Versicherern geprüft. Nur ein Tarif erreicht die Topnote FFF+ hervorragend.
Das ist neu im Cyber-Rating Privat 2026: Angepasste Kriteriengewichtung
Franke und Bornberg hat die Gewichtung einzelner Kriterien im Cyber-Rating Privat überarbeitet.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick:
• Mehr Gewicht für Konto- und Zahlungsmissbrauch: Der Schutz vor Missbrauch von Online-Kundenkonten und sonstigen Bezahlsystemen fließt künftig stärker in die Bewertung ein, da die Nutzung dieser Dienste ständig wächst.
• Weniger Gewicht für psychologische Betreuung, Haftpflicht und Rechtsschutz: Die psychologische Betreuung nach Cyber-Mobbing sowie die Bereiche Cyber-Haftpflicht und Cyber-Rechtsschutz werden niedriger gewichtet als bisher. Beim Mobbing sehen wir das Risiko besonders auf junge Leute konzentriert und nicht für alle Kunden gleichermaßen relevant, Haftpflicht- und Rechtsschutzschäden sind häufig nur in Zusatzbausteinen gegen Mehrbeitrag gedeckt.
• Mehr relative Bedeutung für finanzielle Schäden: Weil andere Kriterien abgewertet wurden, gewinnt die Absicherung finanzieller Eigenschäden, etwa bei Interneteinkäufen und - verkäufen, im Gesamtsystem an Gewicht und trägt dem Nutzerverhalten Rechnung.
• Neu berücksichtigt: die Jahreshöchstentschädigung, also die Gesamtleistung für alle Schadenfälle eines Versicherungsjahres.
Ratingergebnisse Cyber-Versicherung Privat 2026: Notenspiegel und Topanbieter
Franke und Bornberg hat für das Cyber-Rating Privat 2026 20 Tarife von 13 Versicherern nach dem überarbeiteten Kriterienkatalog geprüft. Im Vorjahr waren es noch 21 Tarife von 14 Versicherern. Sowohl Tarif- als auch Versichererzahl sind damit leicht rückläufig, ein Indiz für die anhaltende Zurückhaltung der Versicherer in diesem Segment.
Nur ein Tarif erreicht 2026 die Höchstnote FFF+ hervorragend. Die Debeka hat ihren Tarif zuletzt überarbeitet und schafft damit als einziger Versicherer den Sprung an die Spitze. Fünf Tarife erhalten die Note FFF sehr gut, neun Tarife die Note FF+ gut. Am unteren Ende des Notenspiegels bleibt die Zahl schwacher Tarife relevant: 20 Prozent der Tarife erhalten die Note F+ ausreichend oder schlechter, darunter drei Tarife mit der Note F- ungenügend.
„Dass in diesem Jahr nur ein einziger Tarif unsere Bestnote FFF+ erreicht, zeigt: Guter Cyber-Schutz ist noch immer keine Selbstverständlichkeit. Der Markt für eigenständige Cyber-Versicherungen bewegt sich kaum, obwohl der Bedarf spürbar steigt", sagt Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH.
Methodik des Cyber-Ratings Privat 2026 in Kürze
Das Cyber-Rating Privat 2026 bewertet eigenständige Cyber-Tarife für Privatpersonen anhand von 69 Detailkriterien in 13 Kategorien. Maximal sind 6.725 Punkte erreichbar. Wie in allen Ratings von Franke und Bornberg entscheiden neben der Gesamtpunktzahl zusätzliche Mindeststandards über die Vergabe der oberen Ratingklassen FFF und FFF+, darunter neu ein Mindeststandard zur Jahreshöchstentschädigung (mindestens 40.000 Euro) für die Topnote FFF+.
Franke und Bornberg unterscheidet im Rating nicht zwischen eigenständigen Cyber-Versicherungen, Rechtschutzversicherungen mit Fokus auf Internetrisiken und sogenannten Schutzbriefen. Eine trennscharfe Abgrenzung der Produktarten ist kaum möglich, und für Verbraucher spielt die Produktbezeichnung im Zweifel keine Rolle. Schutzbriefe schneiden im Rating jedoch tendenziell schwächer ab, weil sie überwiegend Unterstützungsleistungen bieten und finanzielle Eigenschäden häufig nicht abdecken.
„Wir haben die Gewichte im Rating angepasst, weil Konto- und Zahlungsmissbrauch für Verbraucher im digitalen Alltag zu den größten Risiken zählt. Ob ein Produkt Cyber-Versicherung oder Schutzbrief heißt, ist im Ernstfall zweitrangig: Entscheidend ist die tatsächliche Leistung dahinter", erläutert Christian Monke, Leiter Ratings Gesundheit und Private Risiken bei Franke und Bornberg.
Einordnung: Cyberkriminalität wird vielfältiger, das Angebot an Cyber-Versicherungen bewegt sich kaum
Der Cybersicherheitsmonitor 2026, den das BSI gemeinsam mit der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) am 11. Mai 2026 veröffentlicht hat, zeigt: Cybervorfälle verändern nicht nur ihre Häufigkeit, sondern auch ihre Erscheinungsform. Die Zahl gemeldeter Deepfake-Vorfälle steigt von einem auf fünf Prozent, rund zehn Prozent der Befragten berichten von Identitätsdiebstahl. Auch Datenverlust (18 Prozent der Betroffenen) und Betrug beim Onlinebanking (13 Prozent) zählen 2025 zu den häufig genannten Vorfällen.
Mit dem breiter werdenden Risikobild wächst der Schutzbedarf. Die Versicherer reagieren darauf bislang kaum mit eigenständigen Angeboten. Die meisten bündeln Cyber-Schutz weiterhin in Bausteinen zu Hausrat-, Haftpflicht- oder Rechtsschutzverträgen, statt gezielte Cyber-Policen zu entwickeln.
Fazit und Ausblick zum Cyber-Rating Privat 2026
Cyberkriminalität trifft Privatpersonen zunehmend häufig und in immer neuen Formen, von Deepfakes bis Identitätsdiebstahl. Mit der angepassten Kriteriengewichtung schärft Franke und Bornberg den Maßstab für gute Tarife weiter. Verbraucher und Vermittler sollten insbesondere auf einen guten Schutz bei Konto- und Zahlungsmissbrauch sowie auf den tatsächlichen Leistungsumfang der einzelnen Tarife achten. Franke und Bornberg stellt die Ergebnisse des Cyber-Ratings Privat 2026 sowie die Bewertungsgrundlagen kostenlos bereit. Die Übersicht wird laufend aktualisiert und um neue Tarife ergänzt.
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