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„Bist du beraten?“ – die Bayerische kontert Neobroker mit Guerilla-Aktion
Die Bayerische hat mit einer nächtlichen Guerilla-Aktion eine aktuelle Werbekampagne eines Neobrokers gekapert: Am Münchner Stachus projizierte der Versicherer seine Botschaft direkt auf ein großflächiges Werbeplakat. Über dem ursprünglichen Claim „Bist du besteuert?“ erschien plötzlich die Gegenfrage: „Bist du beraten?“ – ergänzt um den Satz: „Altersvorsorge braucht mehr als eine App.“
Damit mischt sich die Bayerische bewusst in die aktuelle Debatte um die Zukunft der privaten Altersvorsorge ein. Denn günstige Kosten, ETFs und digitale Depots können wichtige Bausteine beim Vermögensaufbau sein. Langfristige Altersvorsorge muss aber mehr leisten: Sie muss Förderung, Absicherung, Marktrisiken und ein verlässliches Einkommen bis ins hohe Alter zusammendenken.
„Wir sind große Fans des Kapitalmarkts, aber Altersvorsorge ist kein reines Klickprodukt“, sagt Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen. „Wer 30 oder 40 Jahre für seinen Ruhestand spart, trifft Entscheidungen mit enormer finanzieller Tragweite. Gute Beratung hilft dabei, Kosten, Renditechancen, Steuern, Förderung, Risiken und die spätere Auszahlung zusammenzudenken. Genau deshalb wollten wir auf ‚Bist du besteuert?‘ eine zweite Frage werfen: Bist du eigentlich auch beraten?“
Dass Beratung auch wirtschaftlich einen Unterschied machen kann, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen. Eine 2023 im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erstellte Oxera-Studie verweist auf Langzeitdaten des International Longevity Centre. Demnach bauten beratene Anleger rund 20 Prozent mehr Finanz- und Altersvorsorgevermögen auf als vergleichbare Menschen ohne Beratung.
Für die Bayerische liegt die Konsequenz auf der Hand: „Digital gegen Beratung ist die falsche Debatte. Wir brauchen beides: einfache Technologie und Menschen, die daraus eine Vorsorge machen, die zum Leben des Kunden passt“, sagt Gräfer.
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