Für die Schaltung Ihrer Stellenanzeige über vier Wochen - zusätzlich mit fünf Veröffentlichungen im Newsletter - berechnen wir nur 300,- €. Flatrate-Angebote für alle Stellenangebote aus Ihrem Hause über 12 Monate auf Anfrage. Kontakt über: stellenmarkt@assekuranz-info-portal.de
AfW zur Anhörung im Finanzausschuss: Altersvorsorgereform braucht Beratung
Im Vorfeld der öffentlichen Sachverständigenanhörung im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge (Altersvorsorgereformgesetz) hat der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e. V. eine ergänzende Stellungnahme vorgelegt. Hier zu finden: https://afw-verband.de/positionen/stellungnahme-zur-anhoerung-des-finanzausschusses-des-bundestages-zum-altersvorsorgereformgesetz/
Der AfW begrüßt darin die grundlegende Zielrichtung der Reform ausdrücklich. Insbesondere die stärkere Kapitalmarktorientierung, die größere Produktvielfalt sowie die höhere Flexibilität moderner Vorsorgelösungen bewertet der AfW positiv. Gleichzeitig weist der Verband darauf hin, dass der Erfolg der Reform maßgeblich davon abhängen wird, ob die neuen Vorsorgelösungen tatsächlich breite Bevölkerungsschichten erreichen.
„Private Altersvorsorge verbreitet sich nicht automatisch – sie verbreitet sich durch Beratung“, erklärt Norman Wirth, Geschäftsführender Vorstand des AfW. „Der Erfolg der Reform wird letztlich daran gemessen werden, ob die neuen Vorsorgelösungen tatsächlich bei den Menschen ankommen.“
Der AfW begrüßt zudem, dass die Vermittlerschaft im Rahmen der öffentlichen Anhörung im Finanzausschuss durch den Bundesverband Deutscher Vermögensberater e. V. (BDV) vertreten wird. Der BDV steht auf der Liste der geladenen Sachverständigen für die Anhörung am 16. März 2026.
„Es ist wichtig, dass die Perspektive der Vermittlerschaft im Finanzausschuss gehört wird. Wir begrüßen daher, dass der BDV diese Rolle übernimmt. Der AfW und der BDV stehen in engem fachlichen Austausch und vertreten in den zentralen Fragen der Altersvorsorgereform übereinstimmende Positionen“, so Wirth weiter.
Nach Einschätzung des AfW bestehen im Gesetzentwurf jedoch weiterhin Zielkonflikte, insbesondere zwischen der gewünschten breiten Verbreitung der Altersvorsorge und einzelnen geplanten Regulierungen im Bereich von Beratung, Vermittlung und Vergütungsstrukturen.
„Altersvorsorge ist eine Entscheidung für Jahrzehnte – nicht für ein paar Klicks“, betont Wirth. „Viele Vorsorgeverträge laufen 60 oder sogar 80 Jahre. Solche Entscheidungen sollten nicht ohne qualifizierte Beratung getroffen werden.“
Der AfW weist zudem darauf hin, dass Beratung kein Hindernis für Digitalisierung darstellt.
„Beratung ist kein Digitalisierungsproblem – Beratung ist Verbraucherschutz. Digitale Prozesse können Beratung unterstützen, sie können sie aber nicht ersetzen“, so Wirth.
Besondere Bedeutung misst der AfW auch der Altersvorsorgesituation von Selbständigen bei. Für viele Selbständige ist die private Altersvorsorge der zentrale oder sogar einzige Baustein ihrer Alterssicherung.
„Gerade angesichts zunehmend hybrider Erwerbsbiografien mit Wechseln zwischen Angestelltentätigkeit und Selbständigkeit braucht es flexible und verständliche Vorsorgelösungen. Eine Reform der privaten Altersvorsorge sollte die Situation von Selbständigen deshalb stärker berücksichtigen“, erklärt Wirth.
Der AfW appelliert daher an den Gesetzgeber, im weiteren Gesetzgebungsverfahren sicherzustellen, dass Beratung und Vermittlung auch künftig eine tragende Rolle in der privaten Altersvorsorge spielen können.
„Eine erfolgreiche Altersvorsorgereform misst sich nicht nur an neuen Produkten oder Kostenstrukturen – sondern daran, wie viele Menschen tatsächlich vorsorgen“, so Wirth abschließend.
Pressekontakt:
AfW - Bundesverband Finanzdienstleistung e.V.
Telefon: 030 / 63 96 43 7 - 0
Fax: 030 / 63 96 43 7 - 29
E-Mail: office@afw-verband.de
Unternehmen:
AfW - Bundesverband Finanzdienstleistung e.V
Kurfürstendamm 37
10719 Berlin
Internet: www.bundesverband-finanzdienstleistung.de
Über AfW - Bundesverband Finanzdienstleistung e.V
Der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW e.V. ist der Berufsverband unabhängiger Finanzberater. Circa 40.000 Versicherungs-, Kapitalanlage- und Immobiliardarlehensvermittler werden durch seine ca. 2.100 Mitgliedsunternehmen repräsentiert. Er wurde 1992 gegründet.
Der AfW ist gefragter Gesprächspartner der Politik im gesamten Bereich der Finanzdienstleistung. Sein aktives Engagement ist Garant dafür, dass die Interessen der unabhängigen Finanzberater in Politik, Wirtschaft und Presse wahrgenommen und berücksichtigt werden. Er ist als Interessenverband beim Deutschen Bundestag und beim Europäischen Parlament akkreditiert und engagiert sich in diversen Brancheninitiativen insbesondere auch zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanz- und Versicherungswirtschaft.
Die Arbeit des AfW wird durch eine große Anzahl von Fördermitgliedsunternehmen unterstützt.
Kommentare
Einen Kommentar schreiben